Methodik

So rendert epsjpg.de

Diese Seite erklärt, welche Software den EPS-zu-JPG-Schritt macht, wie die DPI-Mathematik funktioniert, was mit transparenten EPS-Hintergründen passiert und warum keine Datei den Browser verlässt. Kein Marketing-Sprech, sondern die echte Konvertierungs-Logik.

Wichtiger Hinweis

epsjpg.de ist ein client-seitiger Konvertierer. Die EPS-Datei wird per WebAssembly direkt im Browser gerendert und verlässt zu keinem Zeitpunkt das Gerät des Nutzers. Rechtsgrundlage für den Webseiten-Betrieb ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse), nicht Art. 6 lit. b (Vertragsanbahnung), weil kein Konvertierungs-Service serverseitig erbracht wird. Details siehe Datenschutz.

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Konvertierungs-Engine: Ghostscript.js (WebAssembly)

Die Konvertierung von EPS nach JPG läuft client-seitig über Ghostscript.js, eine WebAssembly-Portierung des bekannten PostScript-Interpreters Ghostscript (Artifex Software). Das WASM-Modul ist rund 8-12 MB gross und wird per dynamischem import() erst beim ersten File-Drop in den Browser geladen, der Initial-Load der Seite bleibt damit unter 100 kB JavaScript. Nach dem Erstladen ist das Modul gecacht, weitere Konvertierungen laufen ohne Netzwerk-Roundtrip.

Der konkrete Render-Aufruf sieht ungefähr so aus:

const gs = await loadGhostscriptOnce();
const pixelData = await gs.render({
  data: new Uint8Array(epsBuffer),
  resolution: 150,           // DPI vom Nutzer
  device: 'png16m'           // Zwischenformat für scharfe Pixel
});

Das gerenderte Pixel-Array geht durch ctx.putImageData() in eine OffscreenCanvas der gleichen Grösse, dann erzeugt canvas.convertToBlob mit Type image/jpeg und der gewählten Qualität die finale JPG-Datei. Safari unter Version 16.4 unterstützt convertToBlob() nicht, für diese Browser nutzen wir einen toDataURL-Fallback mit manüller Base64-Dekodierung.

DPI-Mathematik

Die Pixelausgabe folgt der einfachen Formel pixel = inch * dpi. Ein EPS-Logo mit BoundingBox 200 x 100 pt (PostScript-Punkte, 1 pt = 1/72 inch) ergibt umgerechnet 2,778 x 1,389 inch. Bei 300 dpi rendert die Engine daraus ein 833 x 417 Pixel großes JPG, bei 72 dpi nur 200 x 100 Pixel.

  • 72 dpi: Web und Bildschirm, kleine Dateigrösse
  • 96 dpi: Windows-Standardauflösung, leicht grösser
  • 150 dpi: hochauflösender Bildschirm und digitale Druckvorschau
  • 300 dpi: professioneller Druck (Flyer, Plakate, Visitenkarten)

Die EXIF-Metadaten der JPG-Ausgabe enthalten die gewählte DPI. Manche Bildbearbeitungs- programme (zum Beispiel Adobe Photoshop) lesen diese Information für die Druckvorbereitung.

Hintergrundfarbe und Transparenz

EPS unterstützt Transparenz und Alpha-Kanäle, JPG nicht. Wenn die EPS-Datei einen transparenten Hintergrund hat (zum Beispiel ein Logo ohne Hintergrund), füllt Ghostscript.js den Alpha-Kanal mit weiß. CMYK-Farbprofile aus EPS werden implizit nach sRGB konvertiert, ein Verlust bei kräftigen Druckfarben (Pantone-Spotcolors, tiefe Cyan- und Magenta-Töne) ist technisch unvermeidlich, weil JPG nur den sRGB-Farbraum kennt.

Privacy-by-Design, kein Server-Upload

Die EPS-Datei verlässt den Browser nicht. Sie können das in den Entwicklertools unter dem Netzwerk-Tab selbst verifizieren: beim Klick auf Konvertieren wird kein ausgehender Request mit dem Datei-Inhalt gestartet. Das macht epsjpg.de geeignet für vertrauliche Kundengrafiken, unveröffentlichte Logos oder CI-Dokumente eines Konzerns, bei denen ein Cloud-Konverter wie CloudConvert oder Convertio nicht in Frage kommt.

Technisch funktioniert das so: nach dem File-Drop wird der File-Inhalt als ArrayBuffer gelesen und direkt an die WASM-Engine übergeben. Der gesamte Render-Schritt läuft in einer in-memory-WASM-Instanz; das Ergebnis als JPG-Blob bleibt ebenfalls im Browser-Speicher. URL.createObjectURL() erzeugt einen lokalen Blob-URL für Vorschau und Download.

50-MB-Grenze

EPS-Dateien bis zu 50 MB werden unterstützt. Die Prüfung erfolgt clientseitig vor dem WASM-Load. Bei sehr großen Dateien und 300 dpi kann der Browser-Arbeitsspeicher (typisch 1-2 GB pro Tab) zum limitierenden Faktor werden, in dem Fall empfehlen wir 150 dpi, was die Pixelmenge auf ein Viertel reduziert.

Was epsjpg.de nicht macht

  • Keine Server-Verarbeitung: die EPS-Datei wird ausschließlich im Browser gerendert
  • Keine Inhaltsanalyse: kein OCR, kein Logo-Recognition, kein KI-Training
  • Kein dauerhaftes Logging: auch die WASM-Engine selbst loggt nichts
  • Kein Tracking-Pixel im Tool: AdSense und Google-Analytics laufen nicht, nur optional Umami als anonyme Statistik

Korrektur-Policy

Wenn dir ein Bug auffällt (etwa ein falsches Render-Ergebnis, ein verlorener Hintergrund oder ein inhaltlicher Fehler in einem Ratgeber), schreib an info@akara-solutions.de. Bestätigte Korrekturen dokumentieren wir öffentlich unter Korrekturen.

Verantwortung

Für die Engine und ihre redaktionelle Pflege sind Mateusz Viola (WASM-Engine, DPI-Math, Lazy-Load), Jan-Tristan Rudat (PostScript-Geschichte, JPEG-Standard, EPS-vs-SVG-vs-PDF-Vergleich) und Eike-Christian Ramcke (UrhG, DSGVO Art. 6 lit. f) zuständig. Inhaltlich Verantwortlicher gem. § 18 Abs. 2 MStV ist Eike-Christian Ramcke, Geschäftsführer der AKARA Solutions GmbH (vollständige Angaben im Impressum).

Quellen

  • Artifex Software: Ghostscript Documentation. ghostscript.com/doc/current, abgerufen 2026.
  • ochachacha: ps-wasm, WebAssembly port of Ghostscript. github.com/ochachacha/ps-wasm.
  • Adobe Systems: Encapsulated PostScript File Format Specification, Version 3.0, 1992.
  • ISO/IEC 10918-1:1994: Information technology, Digital compression and coding of continuous-tone still images (JPEG-Standard).
  • Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung), insbesondere Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigtes Interesse).
  • Urheberrechtsgesetz (UrhG) §§ 16, 23, 53 in der aktuellen Fassung.
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